PRESSEMITTEILUNG 88/2018

Weilheim, den 20.12.18

Jahresrück- und Ausblick des Staatlichen Bauamts Weilheim: Landkreis Landsberg am Lech

Julia Haider, beim Staatlichen Bauamt Weilheim Abteilungsleiterin im Straßenbau für den Landkreis Landsberg am Lech, zieht Bilanz zum abgelaufenen Jahr 2018 und gibt einen Ausblick ins neue Jahr 2019

Das Staatliche Bauamt Weilheim ist in den Bereichen Hoch- und Straßenbau für die fünf Landkreise Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz-Wolfratshausen, Starnberg und Landsberg am Lech zuständig. Julia Haider, Abteilungsleiterin Straßenbau für den Landkreis Landsberg am Lech, kümmerte sich mit ihrem Team im Jahr 2018 u. a. hauptsächlich um diese Planungen bzw. Baumaßnahmen:

Bau

Staatsstraße 2055: rd. 1,0 km langer Fahrbahnausbau westlich von Kinsau mit Neubau eines Geh- und Radweges, sowohl entlang der Bundestraße 17 als auch an der St 2055, auf insgesamt 2,5 km Länge und Ergänzung eines Verflechtungsstreifens an der B 17. Der neue Geh- und Radweg bildet nun den Lückenschluss zwischen Hohenfurch und Kinsau. Dieses in 2017 begonnene Vorhaben konnte im Juni 2018 fertiggestellt werden. Insgesamt wurden 45.000 m3 Boden bewegt und ca. 34.000 m2 Asphaltschichten hergestellt. Die Gesamtkosten der Maßnahme betrugen rd. 2,0 Mio. Euro.

Lechbrücke bei Apfeldorf (St 2055): Die Querschnittsabteilung Brückenbau, unter der Leitung von Christoph Prause, führte dieses Jahr zudem im Zuge der Staatsstraße 2055 an der Lechbrücke bei Apfeldorf umfangreiche Instandsetzungs-arbeiten durch, mit Gesamtkosten von rd. 800.000,- Euro.

Staatsstraße 2057 zwischen Rott und Wessobrunn, wo auf einer fünf Kilometer langen Strecke die Fahrbahn komplett erneuert wurde. Eine landkreisübergreifende Maßnahme mit Gesamtkosten von rd. 630.000,- Euro, davon ca. 200.000,- Euro im Landkreis Landsberg am Lech.


Staatsstraße 2346: Instandsetzung der Fahrbahn westlich Finning auf einer Länge von 1,1 km mit Baukosten von rund 175.000,- Euro.


Staatsstraße 2056 zwischen Obermühlhausen und dem Gruberberg mit Instandsetzungder Brücke über die Windach. Länge von 6,3 km mit Erneueung m2 der Asphaltschichten (75.000 m2 Asphalt wurden verbaut). Die Baukosten
betrugen rd. 1,0 Mio. Euro.

In Summe wurden somit im Jahr 2018 rd. 4,2 Mio. Euro in den Bau und Erhalt von Bundes- und Staatsstraßen sowie Brückenbauwerken im Landkreis Landsberg am Lech investiert.

Planung

Ausbau südlich Schwabhausen (St 2054): hier sollen Anfang 2019 die Planfeststellungsunterlagen bei der Regierung von Oberbayern eingereicht werden.

Ausbau zwischen Ludenhausen, Pessenhausen und Rott (St 2057): Fortführung der Planung

Die Gemeinde Pürgen plant in kommunaler Sonderbaulast die Ortsumgehung Lengenfeld (St 2057). Das Staatliche Bauamt knüpft direkt am Ende der Ortsumgehung mit Planungen zum Ausbau der Staatsstraße südlich von Lengenfeld an.


2019 beginnen zudem die Planungen für den Ausbau der Staatsstraße 2052 zwischen Epfenhausen und Weil.

Drei Fragen an die Abteilungsleiterin Julia Haider:

Frau Haider, oft dauern Baumaßnahmen ja länger als geplant und sind zudem noch teurer als prognostiziert. Wie lief das Jahr 2018 in Ihrem Landkreis?


Julia Haider: Oft ist es in der Tat so, dass bestimmte Posten der Planung in der Ausführung teurer werden und teils auch länger dauern als angenommen, weil u. a. bestimmte Aspekte oder Herausforderungen zu bewältigen sind, die vorher meist nicht absehbar waren. Sehr gefreut hat mich, dass zwei unserer Projekte im Landkreis Landsberg am Lech im abgelaufenen Jahr 2018 schneller abgeschlossen werden konnten bzw. geringere Kosten hatten als ursprünglich geplant. Das war einerseits die St 2055, wo wir dank der guten Zusammenarbeit mit der Baufirma Kutter die Bauzeit um sagenhafte sechs Wochen verkürzen konnten; andererseits die geringeren Kosten der Fahr bahnerneuerung der Staatsstraße 2056 (Obermühlhausen bis Gruberberg).
Ursprünglich war geplant, diese Maßnahme in drei Abschnitten zu bauen. Da wir diese 6,0 km Fahrbahnerneuerung allerdings in einem Durchgang ausführen konnten, sparte uns dies auch die Kosten für zusätzliche Baustellenein-richtungen und Verkehrssicherung.

Frau Haider, welche Bauvorhaben stehen für 2019 bereits fest in Ihrem Kalender?


Julia Haider: Das sind derzeit drei an der Zahl. Zum einen die Ortsdurchfahrt von Dießen (Staatsstraße 2055), die zur Instandsetzung ansteht. Nachdem wir im Herbst 2018 die Instandsetzung der Fahrbahn westlich von Finning
(Staatsstraße 2346) abgeschlossen haben, kümmern wir uns im neuen Jahr um den Fahrbahnabschnitt östlich von Finning. Auf eine größere Erhaltungsmaßnahme für die St 2027 möchte ich noch hinweisen, die – nach heutigem
Planungsstand – in den nächsten Jahren von der B 17 bis nach Kaltenberg instandgesetzt werden soll. Für das neue Jahr 2019 starten wir hier mit einem oder zwei Teilabschnitten.
Ich bin sicher, dass noch weitere Maßnahmen dazukommen werden.

Frau Haider, Sie haben uns Ihre Planungs- und Straßenbauaktivitäten geschildert. Gibt es darüber hinaus weitere Leistungsfelder im Portfolio Ihrer Abteilung?


Julia Haider: Ja, durchaus! Denn die Abteilung Landsberg am Lech bietet für den Straßenbau innerhalb des Staatlichen Bauamts Weilheim ein Quartett an Dienstleistungen an, die sich wie folgt skizzieren lassen:

Laufende Dateneinspeisung in das sog. „BAYSIS“

Hier handelt es sich um das bayerische Straßeninformationssystem, sozusagen eine große Datenbank mit allen Informationen zu den Bundes- und Staatsstraßen. BAYSIS bildet das überörtliche Straßennetz des Freistaates Bay-
ern und seine wesentlichen Eigenschaften ab. Es dient der Erfassung, Pflege, Auswertung und Bereitstellung straßenbezogener Fachinformationen. Baumaßnahmen, die das Staatliche Bauamt umsetzt, müssen auch digital erfasst und fortlaufend gepflegt werden. Diese zentrale Informationsplattform der Bayerischen Straßenbauverwaltung ist auch
für jedermann im Internet zugänglich.

Straßenverkehrszählung
Diese Dienstleistung wird von allen Straßenbauabteilungen im Staatlichen Bauamt Weilheim genutzt, liefert sie doch die zentrale Grundlage für das „wann was wie (aus)gebaut wird“. Alle fünf Jahre werden neue offizielle Zahlen veröffentlicht. Mitarbeiter meines Teams sind aber jetzt schon dabei Daten für die Straßenverkehrszählung 2020 zu erheben.

Vermessung
Die Ergebnisse der Vermessungen liefern die Grunddaten sowohl für die Planung als auch für den späteren Bau und Unterhalt unserer Maßnahmen.

Landschaftsplanung
Unsere Baumaßnahmen stellen stets zugleich Eingriffe in Natur und Landschaft dar. Wir kümmern uns um Ausgleich und Ersatz für bei Straßenprojekten benötigte Flächen. Meine Mitarbeiter im Bereich Landschaftsplanung flankieren sowohl Planungsprozesse als auch die jeweiligen Bauphasen, denn es gilt, unsere Flora und Fauna für künftige Generationen zu erhalten.

 

Das Interview mit Frau Julia Haider führte die neu eingerichtete Stelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Staatlichen Bauamts Weilheim.


Bildunterschriften:
Foto Julia Haider (Julia_Haider.jpg)
Die Abteilungsleiterin für den Straßenbau im Landkreis Landsberg am Lech Julia Haider

Grafik Landkreis LL (2018-2019_ Landkreis LL_Planung-Bau.pdf

Fotos St 2056 (IMG_0385.JPG und IMG_0386.JPG)
Straßenabschnitt nach Fertigstellung der Instandsetzung zwischen Obermühlhausen bis zum Gruberberg

! Das Bildmaterial finden Sie ganz unten bei "Weitere Informationen !

Auskunft erteilt:
Frau Haider, Tel.: 0881/990-1130